Das Thema Abschreibung beschäftigt jeden Photovoltaik-Anlagen Betreiber früher oder später.

In der Regel stellt das Thema jedoch kein Problem dar. Beim Steuerberater kann man sich vollumfänglich über Abschreibungen informieren und auch das Internet klärt bestmöglich auf. Bei einer Photovoltaik-Anlage die auf der herkömmlichen Weise, als Anlage auf dem Dach installiert wird, gibt es auch kaum Probleme mit der Abschreibung. Schwierig wurde es bisher nur, wenn die eigene Photovoltaik-Anlage in das Gebäude integriert war. Beim Finanzamt galten solche Anlagen dann als Bestandteil des Gebäudes und konnten nicht extra abgeschrieben werden. Seit kurzem gibt es aber auch hier wieder Änderungen. Das Finanzamt zählt die gebäudeintegrierten Photovoltaik-Anlagen nun als selbstständige, bewegliche Wirtschaftsgüter, was sich allerdings nur positiv auf die Ertragsteuern auswirkt.

Was ist der Unterschied zwischen einem beweglichen und einem unbeweglichen Wirtschaftsgut?

Das Einkommenssteuerrecht sieht eine Abgrenzung zwischen diesen beiden Formen über die Gebäudebestandteile sowie über Scheinbestandteile vor. Die Grundlage hierfür liefert das Bürgerliche Recht. Unter beweglichen Wirtschaftsgütern versteht man demnach beispielsweise Maschinen, die zur Betriebsanlage gehören. Als unbeweglich gelten im Gegensatz beispielsweise das Dach oder das Gebäude, sie bieten dem Menschen Schutz. Auch ein Solardach kann demnach als unbeweglich betitelt werden. Da es hierbei in der Vergangenheit immer zu Klärungsfällen kam, wurde vom Finanzamt nun festgelegt, dass integrierte Photovoltaik-Anlagen als selbständige Wirtschaftsgüter gelten.

Was bedeutet dies nun für die Abschreibungen?

Die Herstellungs- und Anschaffungskosten der gebäudeintegrierten Photovoltaik-Anlagen können über die herkömmliche Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben werden. Als Abschreibungsformen gelten dabei entweder die lineare oder die degressive Abschreibung. Eins sollten Photovoltaik-Anlagen Betreiber jedoch wissen. Die degressive Abschreibungsform dürfen sie nur wählen, wenn die Anlage nach dem 31. Dezember 2008 und vor dem 01. Januar 2011 angeschafft wurde. Ein Steuerberater kann hierzu weitere Fragen im Detail erläutern und auch auf etwaige Fehlerquellen hinweisen.